Adventskalender 2025
- Details
- Lesezeit: 2 Minuten
- Zugriffe: 2
Zehntes Adventstürchen
Mitten in der Nacht, nachdem die Uhr zwölf mal geschlagen hatte, erwachten die Wichtel nach und nach auf. Reckten und streckten sich ausgiebig. Machten ein paar Kniebeuge und andere ein paar Liegestütze um richtig wach zu werden. Danach ging es in die kleine Wichtelküche, wo sie sich ihren Wichteltee aufgossen um ihn genüsslich zu sich nehmen. Langsam erwachte auch der letzte müde Teil des kleinen am Tag zuvor erschöpften Wichtels.
Der Tag war schon zur zweiten Stunde voran geschritten, dass sie wieder wach und in voller Präsenz sich Einsatzbereit fühlten. Zuerst betrachteten sie die Botschaften, welche sie von ihrem Kind erhalten hatten. Die tollen bunten Bilder gefielen ihnen so gut, dass sie zwei Krümeln Zauberpulver darauf streuten und das Bild verkleinerten, um es sich anschließend an die Wand zu hängen. Die Bilder erwärmten gleich die kleinen freudestrahlende Wichtelherzen. Das ihnen kleine wohltuende Schauer über ihre Körper huschten. Dies geschah gleich drei mal kurz hintereinander. Das war jenes Zeichen, selbst in Aktion zu treten und ihr Dasein ein Zeichen zu setzen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dass jeder Wichtel auf sich gestellt ist. Das ihm zugeteilte Kind durch die Adventszeit zu begleiten.
Der Wichtel Thomschke setzte sich sofort an seinem kleinen Schreibtisch und begann zu schreiben.
Lieber Paul,Sorry das du so lange auf meine Ankunft warten musstest.
Es gab einige Schwierigkeiten, die nun beseitigt sind.
Danke für dein Verständnis.
Danke auch für dein wunderschönes Bild. Ich habe es mir gleich aufgehängt.
Hast du es schon entdeckt?
Dein Wichtel Thomschke
Oma Carola holte Paul wie jeden Mittwoch und Donnerstag aus dem Kindergarten ab. Sie gingen nach hause und Paul rannte sofort zu seinem Wichtel und entdeckte den kleinen Brief im Wichtelbriefkasten. Paul ging in die Vorschulgruppe seines Kindergartens und konnte die Botschaft seines Wichtels noch nicht allein lesen. Aufgeregt zog er den Brief aus den kleinen Briefkasten und lief zur Oma. Kannst du ihn mir vorlesen Oma? Bitte, bitte …. Lass mich doch erst einmal richtig ausziehen Paul, ich habe doch noch meine Strickjacke an und bei euch ist es gemütlich warm. Sie zog sich die Jacke aus ging ins Wohnzimmer und Paul huschte auf ihren Schoß und lauschte was Thomschke ihm geschrieben hatte. Danach zeigte Paul seiner Oma den Ort an dem sich Thomschke eingerichtet und gemütlich gemacht hatte.
Oma Carola lächelte still vor sich hin und genoss ihren immer größer werdenden Enkelsohn und erfreute sich jeden Tag aufs Neue an seiner Begeisterung. Welche er gern mit ihr teilte.
Was noch in dieser Nacht geschah erfährt ihr vielleicht, aber nur vielleicht morgen.
© Petra-Josephine
- Details
- Lesezeit: 3 Minuten
- Zugriffe: 4
Neuntes Adventstürchen
Endlich in Wohnungen mit Kindern angekommen, waren die kleinen Wesen so erschöpft, dass an Wichteln nicht zu denken war. Sie schafften es nicht einmal ihr Hab und Gut zu verstauen. Damit es nicht in Kinderhände gelangt. Nur ihre Bettchen haben sie in Sicherheit gebracht und schliefen tief und fest den ganzen Tag und sogar bis in die folgende halbe Nacht hinein. Auch Wichtel brauchen Zeit, um sich zu erholen von den ganzen Turbulenzen die sie die letzten Tage durchlebt haben. Hin und wieder hörte man den einen oder anderen Wichtel leise vor sich hin brabbeln. Sicherlich durchlebten diese noch einmal das Geschehen der vergangenen Tage. Der Wichtel Thomschke schnarchte so laut, dass er sogar davon aufwachte und vor Schreck in sein Bettchen aufrecht saß. Sich kurz orientierte, wo er gerade weilte und wieder zurück in einen erholsamen Schlaf fiel.
Was war das für eine riesige freudige Entdeckung der Kinder, als sie die Umzugskartons ihrer lang ersehnten Wichtel erspähten. Einige lunschten behutsam und vorsichtig in diese hinein. Andere halfen ihren Wichtel beim Einrichten, jedoch mit größter Vorsicht. Da sie ja wissen, das Wichtel nie gesehen und erwischt werden dürfen. Denn das hat fatale Folgen und der Zauber erlischt. Wer will das schon wollen.
So riefen sie ihren Wichtel beim Namen sofern dieser bekannt war, oder machten sich einfach bemerkbar. Indem sie ihn ansprachen: „Hallo Wichtel schön das du doch noch den Weg zu uns gefunden hast. Ich gehe kurz raus verstecke dich gut. Ich möchte dir beim Einrichten deiner sichtbaren Wohnung gern helfen. Ich singe vor der Tür ein Liedchen und wenn es verstummt dann komme ich wieder rein.“
Natürlich schliefen die Wichtel so tief und fest, dass sie glaubten dies alles nur geträumt zu haben. Immer wieder gingen die Kinder zu ihre Wichtel um irgendeine Veränderung zu entdecken. Es blieb alles unberührt . Keine einzige Veränderung in dem, was sie für ihre Wichtel aufgebaut haben.
Soll das nur ein Scherz sein?
Fragen über Fragen standen im Raum. Das sie ganz Unruhig wurden, wenn da nicht die Eltern jene zündende Idee fanden.
Male doch einfach ein Wilkommens Bild für deinen Wichtel. Er wird sich ganz bestimmt freuen. Schließlich hatte er eine lange Anreise und ist sicherlich noch etwas müde von dieser langen Reise.
Ob einige Wichtel ihre erste Botschaft von ihrem Kind erhalten haben, erfährt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine
- Details
- Lesezeit: 2 Minuten
- Zugriffe: 5
Achtes Adventstürchen
Die Wichtel staunten nicht schlecht, als sie aufwachten und mit ihren kleinen Wichtel Füßen in ihre Stiefel huschen wollten. Da war kein Platzt für ihre Füße. Es fühlte sich besetzt an. Ist da wohl eine Maus hineingeschlüpft und hat sich einen warmen gemütlichen Ort gesucht? Nein die sind doch viel zu groß um in ein Wichtel Stiefel Unterschlupf zu finden. Das muss was anderes sein. Aber was kann das nur sein? Ist etwa eine Wichtel Socke im Stiefel stecken geblieben? Sie fühlten natürlich ganz behutsam und vorsichtig in den Stiefel hinein. Doch da war etwas hartes, eine Socke ist weich, also kann es keine Wichtelsocke sein. Was hat sich den dann in die Wichtelstiefel verirrt.
Sie zogen ein kleines Fläschchen heraus und es plumpste ein Stein aus ihren kleinem Wichtelherzen. Das ein Raunen durch den Raum ging. Sie waren gerettet und brauchten keine Bedenken haben, dass sie vielleicht etwas wertvolles in ihrer Eile des Verschwindens beim Auftauchen menschlicher Gestalten umwerfen. Danke, Danke, Danke rief ein jeder in den Norden hinein. Das Gustav die Ohren klingelten und er nur still vor sich hin lächelte und gedanklich sagte ich kann euch doch nicht dieser Gefahr aussetzen erwischt zu werden. Es ließ jeden Wichtel etwas Zauberpulver in einen Wichtel Stiefel zukommen.
Welch ein Aufatmen, welch eine Freiheit endlich mit dem waren wichteln beginnen zu können.
Ausgeschlafen und ausgeruht schauten sie sich um. In der Küche fanden sie keine richtige Idee und auch in den anderen Räumen waren sie ratlos. Haben sie sich doch ein Eigentor geschossen? In dem sie sich nur bei Erwachsenen ohne Kinder eingerichtet hatten? Sie telefonierten mir dem Wichtel Telephon hin und her, es muss was geschehen, so kann es nicht weiter gehen. Wir sind schon eine Woche unter den Menschen und haben außer Unannehmlichkeiten noch kein einziges Kind in der Adventszeit eine Freude bereitet.
Nachdem sie sich nach langem hin und her einig waren, zogen sie in der folgenden Nacht noch einmal um. Sie stellten dafür extra eine Regel auf, um ein weiteres Durcheinander zu vermeiden. Des weiteren um auch kein Kind zu übersehen. Alle Wichtel zogen nach Rechts, wenn sie die Wohnung verlassen. Sollte es Notwendig werden, durfte ein Wichtel auch gleich zwei Familien betreuen. Kein einziges Kind sollte gerade in diesem Jahr leer ausgehen.
Es folgte ein hin und her bis alles an Ort und Stelle in die neue Wohnung gebracht wurde. Sie schafften es gerade noch vor Sonnenaufgang ins Bettchen zu huschen ohne erwischt zu werden.
Ob wichteliges Treiben von den Kindern gleich entdeckt wird, erfahrt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine
- Details
- Lesezeit: 3 Minuten
- Zugriffe: 4
Siebentes Adventstürchen
Was war das für eine Aufregende Zeit bei all den Wichteln. Die ja eigentlich in keinster Weise in Familien mit Kindern sich eingerichtet hatten. Sie wohnten bei den Großeltern, bei junge Paare in der sich Nachwuchs angekündigt hatte. Bei all jene die viel mit Kinder zusammen waren. Sie schauten sich überall um und beobachteten alles. Lauschten was sie so alles erhaschen konnten.
Auch das war ein geheimer Plan, den sie sich im letzten Sommer gemeinsam ausgeheckt hatten. Ob das gut geht. Bedenken hatten sie auf jeden Fall, nachdem dass mit den Schuh Putzzeug schief gelaufen ist.
Der Verlust der ellenlange Liste spielte ihnen förmlich ihren eigenen Plan zu. Auch Wichtel dürfen hin und wieder mal Glück verspüren.
Eines stand für sie Felsenfest. Sobald die Wichtelzeit vorbei ist, wollen sie Wichtel Gustav einladen und ihm für ein paar Tage verwöhnen. Dabei liebt Gustav seine selbstgewählten Rückzug ,seine Gemütlichkeit und genoss so jeden einzelnen Moment seinen Lebensabend. Fühlt sich geehrt, wenn er um Rat gefragt wird und ganz nebenbei hat er immer noch ein wachsames Auge auf den Wichtel Nachwuchs. Er hält sich sehr zurück, nur in Notlagen wird er aktiv und bereinigt was in seiner Macht steht. Genau das macht ihn so bewundernswert und wird von allen Wichteln geehrt und geliebt.
Am Nikolaus Tag war von den Wichtel kein einziger Streich gesehen und entdeckt worden. Sie schliefen erschöpft in ihre kleinen Wichtel Bettchen und erholten sich von der ganzen Aufregung.
Die kommende Zeit kann schwierig werden, so ganz ohne Zauberpulver für die Wichtel. Sie durften sich auf keinen Fall erwischen lassen. In Gefahr nutzen sie gewöhnlich das Zauberpulver um sich unsichtbar zu machen. Na hoffentlich geht hier nicht das eine oder andere kaputt, wenn sie sich schnell verstecken müssen.
Kleine und große Wichtel bekommen selbst nie etwas zum Nikolaus in ihre Wichtel Schuhe. Am Vormittag war ein seltsames Rauschen zu vernehmen, wenn menschliche Personen das wohnliche Domizil verlassen und verschlossen hatten. Schlaftrunken und noch ganz müde nahmen es einzelne Wichtel war. Doch drehten sich einfach in ihrem Bettchen auf die andere Seite, um sich auszuschlafen. Hin und wieder war sogar ein leises Wichtel Schnarchen zu vernehmen.
Das war jener günstige Moment, in dem eine rauschende Zauberwolke durchs Schlüsselloch düste und etwas wertvolles hinterließ. Bevor sie sich durchs Schlüsselloch zurück zog und verschwand.
Was das wohl zu bedeuten hat? Vielleicht erfährt ihr es morgen.
© Petra-Josephine
- Details
- Lesezeit: 2 Minuten
- Zugriffe: 6
Sechstes Adventstürchen
Die Ansage von Gustav hat gesessen. Nun war all das Schuhputzzeug verschwunden und die Wichtel in größter Not. Hatten sie doch all ihr Zauberpulver zusammen getan und ihren eigens kreierten Zauberspruch mitten in der dunkelsten Ecke der Nacht, an einem ganz geheimen Ort gemeinsam ausgesprochen. Ohne sich zuvor Gedanken gemacht zu haben, wie sie diesen wieder Rückgängig machen können.
„Wehe ,wehe Wichtelzauber durch das ganze Land. Was als Schuhputzzeug erkannt wird für immer verbannt.“
Drei mal sprachen sie gemeinsam ihren Zauberspruch aus. Erst danach erkannten sie ihren fatalen Fehler in ihrem selbst kreierten Zauberspruch.
Wie konnte uns das nur passieren. Diese zwei Worte für immer machte die Situation noch schlimmer. Da saßen sie alle beisammen und grübelten und grübelten gemeinsam um diese missliche Lage zu bereinigen.
Es war so still, dass man die kleinen Wichtel Herzen sogar pochen hören konnte. Selbst der jüngste Wichtel wünschte sich aus tiefstem Herzen eine Lösung zu finden. Egal in welche Richtung sie auch schauten es blieb wie es war. Sie fanden keinen einzigen Lösungsweg, den Zauberspruch zurückzunehmen.
Der Wichtel Lasse schüttete die restliche Zauberpulver Krümel welche sie noch auftreiben konnten zusammen und murmelte etwas vor sich hin. Das keiner ein Wort von dem entnehmen konnte. Gespannt warteten sie ab, ob sich etwas bewegt und geschieht. Die letzten Zauber Krümel war verbraucht und an der misslichen Lage hat sich nichts geändert.
Was war das für eine aufregende Nacht. Ans schlafen gehen konnte kein Wichtel denken.
Vor den Wohnungs- und Haustüren, wo sie auch hinschauten standen staubige, sogar pampige matschige und leicht verschmutzte Schuhe.
Die Wichteline unterbrach die Stille und meinte :„Warum werden eigentlich nur in der Nikolaus Nacht die Schuhe geputzt und sonst nicht?“
„Guten Morgen, bist du auch schon ausgeschlafen“ belehrte der Wichtel Thomschke sie : „Genau deswegen haben wir uns doch den ganzen Ärger eingebrockt.“
So sehr sie sich gemeinsam bemühten sie schafften es nicht ihren Zauber zurückzunehmen.
Einige Wichtel hatten sogar vor lauter Sorge Bauchschmerzen bekommen und andere war ganz mulmig zumute. Wichtel geht es auch wie den Menschen, sie können Fühlen wie wir. In solch eine Lage mag weder ein Menschenkind noch weniger ein Wichtel gelangen.
Vor lauter Sorge haben sie es alle ganz vergessen dass der Wichtel Gustav ihnen angedroht hatte. Das er die Situation bereinigen wird.
Am nächsten Morgen standen all die einst staubigen oder weniger und stark verschmutzen Schuhe blitzblank geputzt und gefüllt wartend auf die strahlend leuchtenden Kinderaugen.
Ob die Wichtel sofort wieder in den hohen Norden zurück müssen, erfahrt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine